Sonntag, 13. September 2009

Reiseroute


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Danke für die Idee, Marcel :-) Hab ich diesmal das richtige Granada erwischt?

Samstag, 12. September 2009

Nerja


Zum Abschluss noch ein paar Fotos, die am letzten Tag unserer Reise in Nerja entstanden sind:




Links: Aussichtsplattform über dem Strand; Rechts: Georg hat mich eingebuddelt

Donnerstag, 10. September 2009

Von Granada über die Alpujarras nach Nerja

Von Nerja sind wir mit dem Auto weiter nach Granada gefahren. Wir hatten schon zwei Wochen vorher Tickets für die Alhambra reserviert und sie gleich nachdem wir angekommen sind abgeholt. Die Alhambra ist natürlich voll von Touristen, aber in den Kern der Anlage - den Nasridenpalast - wird immer nur eine gewisse Anzahl von Besuchern gelassen und die Menschenmenge verteilt sich ganz gut. Der Palast ist das Schmuckstück der Alhambra und wirklich wunderschön.





Auch der Garten Generalife hat uns sehr gut gefallen, obwohl wir uns in dem Labyrinth aus Wegen und Hecken etwas verrannt haben und unter dem Kopfschütteln eines Wachmannes über zwei Absperrungen klettern mussten, um dorthin zu kommen wohin wir wollten.



Von Granada selbst haben wir leider nicht so viel gesehen - uns ist am nächsten Tag nur noch etwas Zeit für einen Rundgang geblieben, weil wir dann in die Alpujarras - die Gebirgslandschaft südlich der Sierra Nevada - aufgebrochen sind. Es war mir eine Lehre und jetzt weiß ich, dass man mit Georg niemals Serpentinen fahren sollte, vor allem wenn man gerade gegessen hat. Unter dem Motto "Autofahren muss Spaß machen" ist er ohne Rücksicht auf eine bleiche jammernde Beifahrerin die engen Straßen rauf und runter gesaust, dass die Reifen nur so gequietscht haben. Der Ausblick von den Bergen war zwar toll, aber ich war trotzdem ziemlich froh, als wir wieder auf die Autobahn Richtung Costa del Sol gefahren sind.




Rechts sieht man einen Teil des höchsten Dorfes Spaniens - Tréveles.


Die Costa del Sol ist leider voll von hässlichsten Hotelklötzen und es blutet einem regelrecht das Herz, wenn man sieht, was dort auch weiterhin gebaut wird. Wir haben uns mit Nerja einen Ort ausgesucht, der im Vergleich zu anderen Orten noch relativ harmlos ist und wo man tatsächlich noch Strände findet, die nicht aus Sonnenschirmreihen und sonnenverbrannten Touristen bestehen - an einem haben wir unsere Reise heute ganz relaxed ausklingen lassen.

Mittwoch, 9. September 2009

Conil de la Frontera, Ronda und Ardales


Die nächste Station war Conil de la Frontera. Auch hier haben wir eine Couchsurferin kontaktiert, die uns zwar leider nicht selbst beherbergen konnte, uns aber ein gratis Zimmer in einem Hostal verschafft hat. Wir haben uns mit ihr am Strand verabredet und es war ein sehr angenehmes Treffen. Sie lernt gerade Deutsch, was natürlich ideal war, weil wir uns in einem deutsch-spanischen Mix unterhalten konnten. Leider hatte sie nicht so viel Zeit, weil sie arbeiten musste, aber wir hoffen, dass sie uns im Herbst in Graz besucht. Sie hat uns mit der Unterkunft und ihren Tipps auf jeden Fall sehr geholfen. Auf ihren Rat hin sind wir abends mit dem Auto an einen Strand außerhalb des Ortes gefahren, um den Sonnenuntergang zu genießen. Traumhaft! Danach waren wir noch im Ort unterwegs - Conil war eine einzige große Party, weil die Spanier den Feiertag der Jungfrau Maria nicht nur still in einer Kirche, sondern schon Tage vorher mit Rummelplatz, Discos,viiiiiel Essen und auch ordentlich viel Alkohol zelebrieren. Alle ziehen an, was sie für feierlich befinden - ob Flamenco-Kleid oder Minirock, Anzug oder Adidas-Outfit. Für die Mädels gilt auf jeden Fall: Highheels mit Bleistiftabsatz, grelles Makeup, cooler Blick, schräge Frisuren und am besten noch irgendetwas Glitzerndes oder Schimmerndes - auffallen ist alles und so werden die Gässchen zum persönlichen Laufsteg. Sehr süß sind die Kinder - die Burschen stecken in Anzügen oder Mini-Torero-Outfits und die Mädchen staksen aufgeputzt wie Prinzessinnen ganz stolz in langen Flamenco-Kleidern herum. Ein paar mussten gleich lernen, dass Schönheit auch Leiden bringen kann und so kommt es dann vor, dass man sechsjähige Mädchen mit schmerzverzerrtem Gesicht halb aus ihren Absatzschuhen geschlüpft nach Hause hinken sieht. War jedenfalls sehr bunt und lustig anzusehen, uns dann aber doch zu turbulent und nach einem Rundgang sind wir ins Bett gegangen.

Die Bildqualtät ist leider ziemlich schlecht, aber das Kleid sieht man hoffentlich trotzdem so halbwegs.


Nach zwei Nächten in Conil sind wir Richtung Ronda aufgebrochen . Sobald man die Autobahn verlässt, ist die Strecke wirklich sehr schön und auf jeden Fall eine Fahrt wert. Ronda selbst thront in ebenso schöner Umgebung auf einem Felsplateau. Wer Höhenangst hat, ist in diesem Ort ziemlich arm dran - die Häuser stehen teilweise direkt am Abgrund und vom neuen zum alten Stadtteil führt eine Brücke über eine tiefe Schlucht. Beim Anblick der Balkone und Terrassen, die direkt über dem Abgrund hängen, ist uns beiden etwas mulmig geworden. Dafür ist der Ausblick echt atemberaubend und wir können gut verstehen, warum Dichter wie Rilke von Ronda geschwärmt haben.
Auch in Ronda wurde natürlich gefeiert und die Straßen des neueren Stadtteils waren noch mit Relikten der vorherigen Nacht gepflastert - Zigaretten, Alkoholflaschen, Papier... Das hat dem Städtchen zwar etwas von seiner Romantik genommen, andererseits aber gezeigt, dass der Ort auch abseits des Tourismus lebendig ist.



Abends sind wir weiter nach Ardales gefahren. Angesichts der Straßen, die voller Schlaglöcher oder zwischendrin plötzlich nicht mehr existent waren, haben wir schon an Georgs Navi gezweifelt, aber nach unzähligen Serpentinen die Berge rauf und runter sind dann doch endlich Lichter aufgetaucht. Eigentlich haben wir uns Ardales eher klein und verschlafen vorgestellt, aber auch hier hat Partystimmung geherrscht. Zum Glück haben wir uns noch Ohrenstöpsel gekauft, die wir auch tatsächlich benutzen mussten, um zumindest ein bisschen Schlaf zu bekommen. Ardales ist ein pueblo blanco, also ein weißes Dorf, das idyllisch aber auch ziemlich einsam auf einem Hang irgendwo im Nirgendwo liegt. Uns hat es vor allem deshalb interessiert, weil gleich in der Nähe mehrere Stauseen sind. Nach einer lärmbedingt eher schlaflosen Nacht haben wir uns einen schönen Platz an einem der Seen gesucht, unser Strandzelt aufgebaut und die Seele baumeln lassen. Ganz entspannen konnten wir uns zwar nicht, weil der Sturm wie wild an unserem Zelt gerüttelt und uns mit Staub paniert hat, aber es war trotzdem wunderschön - eine kleine Bucht, türkises Wasser, schöne Umgebung und kein Mensch weit und breit. Was will man mehr?



Unser Zelt hat ziemlich mit dem Sturm gekämpft - wir hatten im Inneren schon mehr Steine als sonst was liegen, aus Angst, dass es uns davonfliegt.

Dienstag, 8. September 2009

Córdoba und Sevilla

Wir waren zwar nur jeweils einen Tag in Córdoba und Sevilla, aber was wir gesehen haben lädt definitiv dazu ein, wiederzukommen.

Als wir am Bahnhof in Córdoba angekommen sind, hat sich uns noch das typische Stadtbild geboten - mehrstöckige Häuser, viel Verkehr, haufenweise Geschäfte. In der Altstadt fühlt man sich daher gleich einige Jahrhunderte zurückversetzt - die Häuser sind plötzlich viel kleiner, die Straßen enger und die Plätze gemütlicher. Rund um DIE Attraktion der Stadt - die Mezquita - gibt es natürlich viele Souvenirgeschäfte, aber sonst ist die Altstadt eher ruhig. Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, dass Córdoa zu Zeiten der Mauren eine einflussreiche Millionenmetropole war (mittlerweile ist sie auf ca. 300.000 Einwohner geschrumpft). Historisch hat sie einiges zu bieten und wir sind uns fleißig die Füße wund gelaufen. Natürlich wollten wir uns auch die Mezquita nicht entgehen lassen - zu Recht: was hier im Laufe der Jahrhunderte entstanden ist, ist wirklich beeindruckend - aus dem ursprünglichen römischen Tempel wurde unter den Westgoten eine Kirche, an deren Stelle entstand später eine Moschee und in die wurde wiederum eine christliche Kirche gebaut. Der Mix aus christlicher und islamischer Gebetsstätte ist in manchen Bereichen sehr harmonisch, in anderen eher schräg, aber auf jeden Fall sind beide Teile und Stile sehr beeindruckend, ganz abgesehen von der Größe des Gebäudes.



Die Mezquita - von außen eher schlicht, innen ein Kunstwerk.





Links der muslimische Teil, rechts die Kathedrale, die von den Christen in die Moschee gebaut wurde.

In Sevilla musste Georg leider arbeiten und so war ich allein in der Stadt unterwegs. Auch Sevillas Altstadt ist ein Schatzkästchen und ich konnte gar nicht genug davon bekommen.



Die Plaza de España - sehr, sehr beeindruckend.



Die Seiten des Platzes sind mit Nischen gesäumt, die jeweils einer Stadt gewidmet sind. Die Bemalung stellt ein bedeutendes historisches Ereignis dieser Stadt dar - hier z.B. die Ankunft Kolumbus' in Spanien nach seiner Entdeckungsreise.



Links einer der vielen Paläste in Sevilla - inzwischen ist er ein Museum. Rechts der Torre de Oro.



Links ein Wohnhaus, dessen Verzierung mir sehr gut gefällt, rechts die berühmte Kathedrale mit dem Wahrzeichen Sevillas - dem Turm - rechts im Hintergrund. Der Turm wurde als muslimisches Minarett gebaut, die Christen haben ihm ein christliches Häubchen aufgesetzt.


Abends wollten wir Salsa tanzen gehen. Wir hatten noch am Vortag drei Couchsurferinnen angeschrieben, die laut Online-Profil Salsa tanzen, in der Hoffnung, uns mit einer treffen und weggehen zu können. Eine hat uns geantwortet und ein Lokal empfohlen, hatte dann aber leider keine Zeit mitzukommen. Auf dem Weg zum Lokal hatten wir die Möglichkeit, die erst einjährige Straßenbahn auszuprobieren, die mit einer Maximalgeschwindigkit von 10 km/h durch die Straßen rast. Dementsprechend schnell waren wir am Ziel. Das Lokal, die "Voulez-Bar", war echt nett und gesteckt voll - die Spanier feiern also auch unter der Woche ausgelassen. Nachdem wir bezüglich Salsatanzen in Madrid nicht so viel Glüch gehabt hatten (ein Lokal geschlossen, eines nicht mehr existent), haben wir das Tanzen sehr genossen.

Dienstag, 1. September 2009

Madrid

Laut Reiseführer büßt Madrid im August einiges an Aktivität ein, weil viele Madrileños im Urlaub sind - wir merken davon allerdings nicht viel. Wir wohnen in einem netten Hostal in der Innenstadt, nahe genug am Geschehen aber doch ruhig (außer in der Nebenstraße herrscht wieder Stau und die Autfahrer hupen wie blöd) und haben es somit ganz gut erwischt.

Nachdem wir am 27. August abends mit dem Zug angekommen sind, waren wir noch essen und haben uns köstlich über den Wettstreit der konkurrierenden Restaurants amüsiert, deren Kellner einander argwöhnisch beobachten und versuchen, das jeweils andere Restaurant auszustechen. Beide Parteien bemühen sich, Passanten in ihr Restaurant zu locken und wenn der eine nicht punkten kann, quatscht eben der andere sie voll. Außerdem wird ständig die Menütafel hin- und hergeschoben, um sie ja besser ins Blickfeld zu rücken als die des Nachbarn. Das reinste Kabarett.

In den letzten Tagen waren wir viel in der Innenstadt unterwegs, was von unserer Unterkunft aus zu Fuß bequem möglich ist. Hier ein paar Fotos:


Links: der Madrider Königspalast Palacio Real
Rechts: Siesta im Stehen


Links: keine Ahnung wie es heißt, aber es war hübsch
Rechts: Palacio de Cibeles

Was uns beim Gang durch die Straßen besonders gefallen hat, waren die aufwendigen Straßenschilder. Jedes Schild hat eine zum Namen passende Illustration:



Was in Madrid noch ins Auge springt sind leider die Preise - zumindest was das Essen betrifft. Eine Kugel Eis kostet hier zum Beispiel sagenhafte 2,20 € bis 2,50 €.

Am zweiten Tag haben wir den Palacio Real besucht. Allein der zu besichtigende Bereich ist riesig und ein Raum prunkvoller als der andere. Die Könige haben sich bei der Gestaltung ordentlich ausgetobt - mochte einer z.B. Porzellan, so hat er gleich Wände und Decken eines ganzen Raumes mit Porzellan gestalten lassen. War ziemlich beeindruckend.
Gestern waren wir vormittags den Rastro-Flohmarkt. Hier kann man so ziemlich alles kaufen - Altes und Modernes, Neues und Gebrauchtes. Ganze Straßen sind gesperrt, damit die Massen zwischen den Ständen herumflanieren können.




Nachmittags waren wir im Prado und haben uns vor allem spanische und flämische Malerei angeschaut. Leider ist der Prado dermaßen klimatisiert, dass man regelrecht friert. Sehr angenehm, besonders da wir mittlerweile beide gesundheitlich angeschlagen sind und von einer Apotheke zur nächsten pilgern - wobei ich jedesmal mit verzeifeltem Spanisch, Händen und Füßen zu demonstrieren versuche, was wir diesmal brauchen. Legt man sich die Sätze auf Spanisch zurecht, ist das ja alles noch ganz einfach - will man in der Apotheke dann aber schnell mal was erklären, ist plötzlich wieder alles weg. Raus kommt dann ein Chaos aus deutsch-spanischen Vermischungen, zwischendrin ein französisches Merci (warum auch immer) und perplexe Gesichter. Das intelligenteste, was ich zustande gebracht habe war, ein (kurzes) Wort zu beginnen und mitten im Wort zu vergessen, wies weiter geht. Wahrscheinlich der Einfluss der Medikamente.

Heute waren wir beide so fertig, dass wir uns nur in den Park geschleppt und dort den ganzen Nachmittag im Schatten verbracht haben - in der Hoffnung, bis zu unserer Abreise in zwei Tagen wieder fit zu sein. Abends ist es uns beiden besser gegangen und wir konnten noch einen Spaziergang durch den Rest des Parks machen:








Montag, 31. August 2009

Santillana del Mar und Comillas



Das ist das einzige Bild, das wir in Santillana del Mar gemacht haben und hier war es pures Glück, dass wir es geschafft haben, nicht auch noch einen Haufen Touristen auf dem Bild zu haben.




Diese Bilder sind in Comillas entstanden. Auf dem linken ist ein Tor zu sehen, das Gaudí gestaltet hat - ein Eingang für Fahrzeuge, einer für Fußgänge und das kleine Loch rechts oben für die Vögel.




Gaudís berühmtes Schlösschen El Capricho. Uns wars etwas zu kitischig, aber ein Kunstwerk ist es auf jeden Fall. Der Künstler selbst war auch vor Ort, wie man auf dem rechten Foto sieht.





Der Palast von Sobrellano... Wir haben eine Führung gemacht und leider von dem extrem schnell gesprochenen Spanisch so gut wie nichts verstanden, aber es hat sich trotzdem gelohnt. Der Palast ist prächtig gestaltet, mit wunderschönen Glasfenstern und -decken und tollen Steinverzierungen. Fotos waren zwar nicht erlaubt, aber der uniformierte Aufpasser konnte seine Augen ja schließlich nicht überall haben ;-)

Dienstag, 25. August 2009

Castro Urdiales, Mundaka und San Sebastián

Inzwischen hatte die Wetterfee auch mal Mitleid mit uns und hat uns ein paar wunderbare Sonnentage geschenkt. Den ersten haben wir dazu genützt, eine Fahrradtour zu machen. In Santander kann man sich gratis Fahrräder ausborgen, für die man nur eine Kaution hinterlegen muss. Freunde hatten uns einen Strand ca. 11 km von der Stadt entfernt empfohlen und so haben wir - sportlich wie wir sind - weder Hitze noch Hügel gescheut, bis wir ihn gefunden haben. Und es hat sich wirklich ausgezahl: der Strand ist wunderschön und es sind kaum Leute dort. Leider sind wir zu spät angekommen, um dort noch schwimmen zu gehen - der Strand war durch die Flut schon am Verschwinden und nachdem der Weg dorthin über Felsen führt, die irgendwann auch unter Wasser stehen, wäre es gefährlich gewesen, noch rüberzuklettern.




Links: Bei Flut treffen zwei Meeresströmungen aufeinander und bedecken den Strand nach und nach.
Rechts: Richtig schöne Strände muss man sich verdienen.

Wir sind dann an einen anderen Strand gefahren, der zwar wesentlich belebter aber auch sehr nett war. Und die Wellen waren toll ;-) Am Rückweg haben wir uns noch einen dritten Strand angeschaut und ein Plätzchen entdeckt, wo sich die Wellen richtig schön an den Felsen brechen - Georg war ganz begeistert und hat ungefähr 30 Filme davon gemacht. Zum Glück konnte er seine Kamera noch rechtzeitig in Sicherheit bringen...




Abends waren wir sogar noch fit genug, Salsa tanzen zu gehen und uns mal anzusehen, wie die Salsaszene in Santander so ist. Dass das Lokal im Kellergeschoß des Gebäudes ist, haben wir zuerst nicht kapiert und sind in die Bar im Erdgeschoß gegangen. Wir haben uns schon etwas über die Bilder von nackten Männern und die übertrieben gestylten Kellner gewundert, aber spätestens als zwei Drag Queens aufgetaucht sind haben wir dann überrissen, dass wir anscheinend in einer Schwulenbar gelandet sind. Den Rest des Abends haben wir dann doch lieber in der Salsabar verbracht.


Am nächsten Tag haben wir uns für drei Tage ein Auto gemietet und sind nochmals an den schönen Strand gefahren, diesmal früh genug um ihn voll genießen zu können.
Am Tag darauf hat das Wetter wieder umgeschlagen, aber wenigstens hat es nur kurz geregnet. Wir sind mit dem Auto Richtung Osten aufgebrochen, um nach San Sebastián ins Baskenland zu fahren. Auf dem Weg haben wir uns noch Castro Urdiales angeschaut, ein hübsches Städtchen, dessen Ursprünge in der Römerzeit liegen. Sehenswert sind vor allem die alte Kirche und die daneben liegende Burg. In der Burg sind momentan Fotografien ausgestellt, die die Stadt im Wandel der Zeit zeigen, was für uns sehr interessant war.




Links die alte Kirche, rechts das Rathaus.

Unsere nächste Zwischenstation war der Küstenort Mundaka. Obwohl klein und noch nicht vom Tourismus überrollt, ist der Ort sehr lebendig. Vor allem am Kirchenplatz war einiges los - Familien mit Kindern, alte Leute und Jugendliche, die an der Kirchenwand Squash gespielt haben.


Links: Mundaka vom Hafen aus
Rechts: Squash an der Kirchenmauer



San Sebastián haben wir erst abends erreicht, als wir schon ziemlich ko waren, aber wir waren trotzdem noch bis Mitternacht unterwegs. Die Stadt war wie Santander früher Sommerresidenz des Königshofes und strahlt bis heute Eleganz aus. Was wir von der Innenstadt gesehen haben, hat uns sehr gut gefallen und wir hätten gerne noch mehr gesehen, aber nachdem die Fahrt von San Sebastián nach Santander zwei Stunden dauert, hatten wir dazu keine Gelegenheit mehr. Um drei Uhr morgens sind wir dann ins Bett gekippt.




Den letzten Tag mit unserem Mietauto haben wir dazu genützt, uns Santillana del Mar und Comillas, beide westlich von Santander, anzuschauen. Santillana ist für sein schönes mittelalterliches Stadtbild berühmt - leider ist das inzwischen weithin bekannt und Horden von Touristen überschwemmen den Ort. Der Tourismus führt zu einem skurrilen Gegensatz: Einerseits hilft er, die Ursprünglichkeit des Ortes zu bewahren - alte Gebäude werden restauriert, die gepflasterten Straßen erhalten. Andererseits schadet er der Authentizität des Ortes, weil alles auf Tourismus ausgerichtet ist, kurz gesagt: Show. Das beeinträchtigt den Charme Santillanas erheblich und wir sind auch relativ bald wieder aufgebrochen.
Comillas hat uns schon besser gefallen. Auch diese Stadt hat historisch Wertvolles zu bieten, aber die Touristen verteilen sich besser. Bilder folgen noch...