Die Bildqualtät ist leider ziemlich schlecht, aber das Kleid sieht man hoffentlich trotzdem so halbwegs.
Nach zwei Nächten in Conil sind wir Richtung Ronda aufgebrochen . Sobald man die Autobahn verlässt, ist die Strecke wirklich sehr schön und auf jeden Fall eine Fahrt wert. Ronda selbst thront in ebenso schöner Umgebung auf einem Felsplateau. Wer Höhenangst hat, ist in diesem Ort ziemlich arm dran - die Häuser stehen teilweise direkt am Abgrund und vom neuen zum alten Stadtteil führt eine Brücke über eine tiefe Schlucht. Beim Anblick der Balkone und Terrassen, die direkt über dem Abgrund hängen, ist uns beiden etwas mulmig geworden. Dafür ist der Ausblick echt atemberaubend und wir können gut verstehen, warum Dichter wie Rilke von Ronda geschwärmt haben.
Auch in Ronda wurde natürlich gefeiert und die Straßen des neueren Stadtteils waren noch mit Relikten der vorherigen Nacht gepflastert - Zigaretten, Alkoholflaschen, Papier... Das hat dem Städtchen zwar etwas von seiner Romantik genommen, andererseits aber gezeigt, dass der Ort auch abseits des Tourismus lebendig ist.
Abends sind wir weiter nach Ardales gefahren. Angesichts der Straßen, die voller Schlaglöcher oder zwischendrin plötzlich nicht mehr existent waren, haben wir schon an Georgs Navi gezweifelt, aber nach unzähligen Serpentinen die Berge rauf und runter sind dann doch endlich Lichter aufgetaucht. Eigentlich haben wir uns Ardales eher klein und verschlafen vorgestellt, aber auch hier hat Partystimmung geherrscht. Zum Glück haben wir uns noch Ohrenstöpsel gekauft, die wir auch tatsächlich benutzen mussten, um zumindest ein bisschen Schlaf zu bekommen. Ardales ist ein pueblo blanco, also ein weißes Dorf, das idyllisch aber auch ziemlich einsam auf einem Hang irgendwo im Nirgendwo liegt. Uns hat es vor allem deshalb interessiert, weil gleich in der Nähe mehrere Stauseen sind. Nach einer lärmbedingt eher schlaflosen Nacht haben wir uns einen schönen Platz an einem der Seen gesucht, unser Strandzelt aufgebaut und die Seele baumeln lassen. Ganz entspannen konnten wir uns zwar nicht, weil der Sturm wie wild an unserem Zelt gerüttelt und uns mit Staub paniert hat, aber es war trotzdem wunderschön - eine kleine Bucht, türkises Wasser, schöne Umgebung und kein Mensch weit und breit. Was will man mehr?

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