Dienstag, 8. September 2009

Córdoba und Sevilla

Wir waren zwar nur jeweils einen Tag in Córdoba und Sevilla, aber was wir gesehen haben lädt definitiv dazu ein, wiederzukommen.

Als wir am Bahnhof in Córdoba angekommen sind, hat sich uns noch das typische Stadtbild geboten - mehrstöckige Häuser, viel Verkehr, haufenweise Geschäfte. In der Altstadt fühlt man sich daher gleich einige Jahrhunderte zurückversetzt - die Häuser sind plötzlich viel kleiner, die Straßen enger und die Plätze gemütlicher. Rund um DIE Attraktion der Stadt - die Mezquita - gibt es natürlich viele Souvenirgeschäfte, aber sonst ist die Altstadt eher ruhig. Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, dass Córdoa zu Zeiten der Mauren eine einflussreiche Millionenmetropole war (mittlerweile ist sie auf ca. 300.000 Einwohner geschrumpft). Historisch hat sie einiges zu bieten und wir sind uns fleißig die Füße wund gelaufen. Natürlich wollten wir uns auch die Mezquita nicht entgehen lassen - zu Recht: was hier im Laufe der Jahrhunderte entstanden ist, ist wirklich beeindruckend - aus dem ursprünglichen römischen Tempel wurde unter den Westgoten eine Kirche, an deren Stelle entstand später eine Moschee und in die wurde wiederum eine christliche Kirche gebaut. Der Mix aus christlicher und islamischer Gebetsstätte ist in manchen Bereichen sehr harmonisch, in anderen eher schräg, aber auf jeden Fall sind beide Teile und Stile sehr beeindruckend, ganz abgesehen von der Größe des Gebäudes.



Die Mezquita - von außen eher schlicht, innen ein Kunstwerk.





Links der muslimische Teil, rechts die Kathedrale, die von den Christen in die Moschee gebaut wurde.

In Sevilla musste Georg leider arbeiten und so war ich allein in der Stadt unterwegs. Auch Sevillas Altstadt ist ein Schatzkästchen und ich konnte gar nicht genug davon bekommen.



Die Plaza de España - sehr, sehr beeindruckend.



Die Seiten des Platzes sind mit Nischen gesäumt, die jeweils einer Stadt gewidmet sind. Die Bemalung stellt ein bedeutendes historisches Ereignis dieser Stadt dar - hier z.B. die Ankunft Kolumbus' in Spanien nach seiner Entdeckungsreise.



Links einer der vielen Paläste in Sevilla - inzwischen ist er ein Museum. Rechts der Torre de Oro.



Links ein Wohnhaus, dessen Verzierung mir sehr gut gefällt, rechts die berühmte Kathedrale mit dem Wahrzeichen Sevillas - dem Turm - rechts im Hintergrund. Der Turm wurde als muslimisches Minarett gebaut, die Christen haben ihm ein christliches Häubchen aufgesetzt.


Abends wollten wir Salsa tanzen gehen. Wir hatten noch am Vortag drei Couchsurferinnen angeschrieben, die laut Online-Profil Salsa tanzen, in der Hoffnung, uns mit einer treffen und weggehen zu können. Eine hat uns geantwortet und ein Lokal empfohlen, hatte dann aber leider keine Zeit mitzukommen. Auf dem Weg zum Lokal hatten wir die Möglichkeit, die erst einjährige Straßenbahn auszuprobieren, die mit einer Maximalgeschwindigkit von 10 km/h durch die Straßen rast. Dementsprechend schnell waren wir am Ziel. Das Lokal, die "Voulez-Bar", war echt nett und gesteckt voll - die Spanier feiern also auch unter der Woche ausgelassen. Nachdem wir bezüglich Salsatanzen in Madrid nicht so viel Glüch gehabt hatten (ein Lokal geschlossen, eines nicht mehr existent), haben wir das Tanzen sehr genossen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen